Starke AgroFarm 2013 in Moskau
"AgroFarm is a very important event for Russia. We want to cooperate with foreign companies, to develop our own production. The most important fact is that despite the difficult situation, practically all renowned manufacturers came to the show. I am quite sure that they found their customers, consumers and partners here to increase their exports to Russia."
Sergey Lisovskiy, Senior Vice-president of Council of the Federation Committee for Agrarian and Food Policy and Environmental Management

"„Für uns ist die AgroFarm sehr wichtige Messe. Wir haben den größten Stand, den wir in der Geschichte der Firma maraTEC gezeigt haben.“"
André Faykisch, Prokurist, maraTEC. INTERNATIONAL GmbH

"„Für uns ist die AgroFarm sehr wichtige Messe. Wir haben den größten Stand, den wir in der Geschichte der Firma maraTEC gezeigt haben.“"
André Faykisch, Prokurist, maraTEC. INTERNATIONAL GmbH

Starke AgroFarm 2013 in Moskau

Zuwachs bei Ausstellern, in der Fläche und bei Besuchern - Wichtigste russische Fachausstellung für Tierhaltung und Tierzucht

Vom 5. bis 7. Februar 2013 fand auf dem VVC-Gelände in Moskau die Internationale Fachausstellung für Tierhaltung und Tierzucht, die AgroFarm 2013, statt. Sie war der erwartete, große Branchen-Top-Treff in Russland zu Beginn des Jahres. Wie die Veranstalter DLG International GmbH (Frankfurt am Main), eine Tochter der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) und IEC of AREC (Moskau) in einer ersten Bilanz mitteilen, konnten Zuwächse bei Ausstellern, in der Ausstellungsfläche sowie bei den Besuchern verzeichnet werden. Die Zahl der Aussteller hat im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent auf 333 Unternehmen zugenommen. Die Ausstellungsfläche konnte um 22 Prozent auf 15 000 m² erweitert werden. Das Ausstellungsangebot wuchs in allen Fachgruppen, wobei insbesondere in den Bereichen Schweinehaltung, Geflügelhaltung, Futtermittel und Veterinärmedizin deutliche Zuwächse erzielt werden konnten. Auch die Zahl der Besucher stieg im gleichen Zeitraum um fünf Prozent auf 9.800 Fachleute an. Mit ihrem hervorragenden Ausstellungsangebot und insgesamt 45 Fachveranstaltungen im Rahmenprogramm hat die AgroFarm 2013 wichtige Impulse zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der russischen Tierhaltung gegeben. Sie hat ihre Stellung als wichtigste russische Ausstellung für Tierhaltung und Tierzucht weiter ausgebaut.

Deutliche Zunahme bei der Internationalität
Die internationale Bedeutung der AgroFarm hat ebenfalls stark zugenommen: Rund die Hälfte der Aussteller kam aus dem Ausland. Insgesamt präsentierten Unternehmen aus 28 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen den russischen Tierhaltern. Die meisten Auslandsaussteller kamen aus Deutschland (44 Unternehmen). Große Unternehmenspräsenz konnte zudem aus Frankreich, Dänemark, aus den USA und aus den Niederlanden sowie aus Italien, Kanada, Spanien und der Türkei verzeichnet werden.

Hohe Besucherqualität
Das breite Angebot an Technik, Betriebs- und Produktionsmitteln, an Genetik, Futtermitteln und zur Tiergesundheit traf auf ein Fachpublikum, das sich durch hohe Professionalität auszeichnet. Investoren, Fach- und Führungskräfte von Tierhaltungsbetrieben sowie Vertreter aus der Wissenschaft und von Fachorganisationen und Ämtern aus mehr als 70 Regionen Russlands informierten sich auf der AgroFarm 2013. Sie nutzten, neben dem hervorragenden Angebot der Aussteller, die zahlreichen Fachveranstaltungen zum intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch über neueste Produktionsverfahren in der Praxis.

Internationale Fachveranstaltungen mit hochrangiger Beteiligung
Im Rahmen des Business Forums „Entwicklung der Tierproduktion in Russland: erfolgreich trotz Importdruck“ wurden Entwicklungsperspektiven der Tierproduktion in Russland diskutiert. Hierbei hat Vladimir Labinov, Direktor des Departments für Tierproduktion und Tierzucht des russischen Landwirtschaftsministeriums, das Entwicklungsprogramm der Branche bis 2020 vorgestellt, das die Steigerung der Produktion aller Haupttierarten vorsieht. Deutlich wurde in der sich anschließenden Diskussion, dass dieses Ziel nur durch weitere staatliche Förderprogramme erreicht werden kann. Wie Alexander Kostikov, Direktor für Kommunikation und Investorenbeziehungen der Cherkizovo Group erklärte, habe sein Unternehmen in den letzten fünf Jahren ca. 1 Mrd. USD in die heimische Geflügel- und Schweinehaltung investiert. Zukünftig komme seiner Meinung nach insbesondere der weiteren Marktentwicklung im Schweinebereich große Bedeutung zu. Berechnungen seines Unternehmens zu Folge habe die Amortisationszeit in der Schweinehaltung 7 bis 8 Jahre gedauert. Künftig müsse man von mehr als zehn Jahren ausgehen. Michael Fritsch vom deutschen Unternehmen Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG berichtete von ersten Investitionen seines Unternehmens in Russland in die Spermaproduktion für Schweine, in Mastschweinebetriebe und in Futtermittelwerke. „Wir investieren zielgerichtet und langfristig", betonte Fritsch, der die strategische Entwicklung des Unternehmens in Russland verantwortet.

Über die Erfahrungen der WTO-Mitgliedschaft und deren Einfluss auf die Tierhalter berichtete Alex Lissitsa, Präsident des ukrainischen Agribussines Klubs: „Der durch WTO-Beitritt zugenommene Importdruck hat die ukrainischen Produzenten dazu bewegt, die Produktionskosten weiter zu senken“. Evgenija Uvarkina, Geschäftsführerin von OОО «Agrofirma TRIO», hob die Bedeutung der technischen Modernisierung für die Konkurrenzfähigkeit der Milchproduktion hervor. Für sie sind dabei die staatliche Regulierung und Unterstützung sowie die Sicherstellung der Markttransparenz unerlässliche Faktoren. Für Clemens Boonekamp, Berater für Landwirtschaft und Handelspolitik der WTO, sind die Markttransparenz und die Beachtung der WTO-Vereinbarungen die wichtigsten Grundlagen für die Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit global. „Jedes WTO-Mitglied sollte in der Lage sein, sich mit Nahrungsmitteln selbst zu versorgen", erklärte er. Auch müsse jedes WTO-Mitglied seine Handelspolitik so ausrichten, dass andere Länder davon nicht negativ beeinflusst würden. Mit Blick auf einen Vergleich der Entwicklung der Tierproduktion in China und Ukraine vor und nach dem WTO-Beitritt sowie deren Projektion auf Russland erläuterte die Ökonomin des Departments für Handel und Märkte bei der FAO Ekaterina Krivonos, dass der WTO-Beitritt keine entscheidende Rolle in der Entwicklung der Tierbranche spiele. Ausschlaggebend seien die allgemeine wirtschaftliche Situation, die Entwicklung der Nachfrage und die Sicherstellung von Lebensmittelsicherheit und -qualität.

Große Beachtung fand auf der AgroFarm 2013 auch die bereits schon zur Tradition gewordene Sitzung des Russisch-Dänischen Agrobusinessklubs, an der die Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei des Königreiches Dänemark Mette Gjerskov sowie der stellvertretende Landwirtschaftsminister der Russischen Föderation Ilja Schestakov sowie weitere Fachleute, Experten und Vertreter der dänischen und russischen Agrarwirtschaft teilgenommen haben.

Die wichtigsten russischen Fachverbände und Vereinigungen der Branche, der Milcherzeugerverband „Souzmoloko", die Geflügelunion „Rosptizesoyus“, der nationale Verband der Schweinehalter, die nationale Assoziation der industriellen Rinderhalter, die nationale Union der Rindfleischerzeuger und die staatlich-genossenschaftliche Vereinigung für Fischwirtschaft „Rosrybhoz“ führten auf der AgroFarm 2013 separate Veranstaltungen durch. Hieran nahmen Vertreter aus der Politik, der Agrarwirtschaft, darunter die Top-Manager, Investoren und Betriebsleiter, teil.

Auszeichnungen „Best Awards AgroFarm 2013“ überreicht
Im Vorfeld der Ausstellung hat eine neutrale Prämierungskommission insgesamt 13 Produkte zur Auszeichnung mit dem „Best Award AgroFarm 2013“ nominiert. Die Auszeichnungen, darunter neun zum „Best Product“ und jeweils zwei zum „Best Service“ und „Best Scientific Development“ wurden im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung vom stellvertretenden russischen Landwirtschaftsminister Alexander Tschernogorov, dem 1. Stellvertretenden Vorsitzenden des Komitees des Föderationsrates für Agrar- und Ernährungspolitik und Nutzung der natürlichen Ressourcen Sergey Lissovskiy, der Direktorin des Departments für agrarindustrielle Politik der Euroasiatischen Kommission Nadeschda Kotkovets, dem Leiter des Departments für Ausstellungen von OAO GAO VVC Alexander Zabel und dem Geschäftsführer der DLG International GmbH Bernd Koch überreicht.

Die nächste AgroFarm findet vom 4. bis 6. Februar 2014 wieder auf dem VVC-Gelände in Moskau statt.